Das weisse Buch

Rafael Horzon

"Rafael Horzon" ist wohl das, was man einen Künstlernamen nennt, doch das wird dieser gar nicht gerne hören, will er doch lieber Entrepreneur und nicht Künstler sein.

Oder will er eigentlich auch kein Entrepreneur sein?

Irgendwie scheint es so, als wolle Horzon alles und nichts Bestimmtes sein.  Es muss nur interessant und darf keine Kunst sein.

Wie auch immer. Ich habe selten so viel gelacht, wie bei der Lektüre des weissen Buches von Horzon. Es liest sich wunderbar. Berlin hat es gut, es hat Horzon.

Ich möchte ein paar Dinge nennen, die den Leser und die Leserin erwarten und damit auch den Grund dafür anführen, warum "Das weisse Buch" auf der Empfehlungsliste der Innodate Buchtipps steht.

Horzon ist ein Entrepreneur par exellence. Er gründet ein Unternehmen nach dem anderen.
Damit ist er sogar Serial Entrepreneur.

Was die vernünftigen unter den Lesern vielleicht überraschen wird, ist, dass er Projekten eine Chance gibt, denen man schon von Anfang nie eine Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg bescheinigen würde. Er tut es trotzdem und immer wieder.

Das Fachgeschäft für den Apfelkuchenhandel ist so ein Ding. Dabei finde ich die Sessel aus 34 gleichen Holzteilen sehr attraktiv.

Eine weitere absurde Idee ist die Kopfkravatte. Der letzte modische Schrei. Leider kein Erfolg. Oder etwa doch?

"Entrepreneurship is about being different" lautet eine gängige Definition aus dem angelsächsischen Sprachraum.

Doch reicht es schon, nur anders zu sein? Horzon ist nicht nur anders, er scheint auch relevant zu sein. Er führt uns vor, wie dumm wir sind, wenn wir nur vernünftig denken.

Horzon hat nicht nur Erfolg, er ist selbst ein Erfolg. Er ist das Produkt eines extrem kreativen und extrem lustigen Mannes, der sich diesen Rafael Horzon ausgedacht hat und es immer wieder tut.

Und jetzt schreibt er sogar Bücher, die bei Suhrkamp verlegt werden.

Unbedingt lesen. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Halt ! Doch !
Eines noch: Gäbe es doch mehr von diesen Typen wie Horzon. Berlin hat es gut :-)